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Dienstag, 18. März 2014

St. Patricks Wochenende - Legenden, Partys und ootd

Lieber Leser,

am 17.3 feiern alle Iren, egal ob sie in Irland oder München leben und egal ob sie richtige Iren sind oder sich einfach nur gerne betrinken, den st. Patricks Day :D



Der heilige Patrick kam als Sklave nach Irland, freundete sich aber bald mit den Einheimischen an und irgendwo zwischen den grünen Hügeln hat er sogar der christlichen Glauben gefunden. (Ausser er war tatsächlich bereits ein katholisch erzogener Römer... wer weiß ;) ). Eines schönen Tages erschien im Engel #1 und schickte Paddy auf die Flucht nach Frankreich. Eines weiteren schönen Tags einige Jahre später schickte Engel #2 Paddy wieder nach Irland. Nachdem er inzwischen Bischof war und einen Bischofsstab hatte war der Aufrag: "Vertreib die giftigen Schlangen aus Irland!". Das könnte man als Metapher für das heidnische Volk in Irland sehen, aber das tropische Klima Irlands is ja eigentlich ideal für Schlangen.. also muss ja doch was dran sein^^. Welche Version auch richtig ist, weder Schlangen noch Heiden blieben übrig und Paddy und die nun christlichen Iren lebten glücklich bis ihnen die Kartoffeln ausgingen und alle nach Amerika auswanderten.



Hiermit erklären sich auch die beiden Irlandsymbole die sich jeder zweite am St Patricks Day auf die Backe malt: Das dreiblättrige Kleeblatt und das keltische Kreuz.
In Irland gibt es nämlich kein Gras* sondern alle Grünflächen sind voller Kleeblätter. Wenn wir im Religionsunterricht aufgepasst haben erinnern wir uns vielleicht an irgendetwas mit Dreifaltigkeit und so ;) Super Anschauungsmaterial hatte der Paddy da, da mussten die Heiden ja überzeugt sein!
Für diejenigen die immernoch Zweifel hatten oder sich einfach nicht mit dem Kreuz anfreunden konnten, hat unser Paddy einfach das heidnische Symbol der Sonne zum Kreuz hinzugefügt und selbst der hartnäckigste Paganist war begeistert :D






*natürlich gibt es dort Gras.











Und das ist der Grund, aus welchem man an Patricks Todestag, dem 17. März, das Fasten bricht, sich in grün kleidet und das Eigengewicht in Guiness zu sich nimmt.


Dieses Jahr ist der Feiertag selber auf einen Montag gefallen, weswegen die meisten Feierlichkeiten natürlich am Wochenende zuvor abgehalten wurden. (Nein, dass heißt nich St Patricks Day ist am Sonntag, auch wenn da die Parade ist -.-). Nachdem meine German-Freunde manchmal etwas lame sind hat sich mein Gefeiere in Grenzen gehalten^^
Samstag hat ein lokaler Rock-Schuppen eine auserordenlich furchtbare "St Paddys Day Party" geschmissen... und ich habe mich sehr häufig gefragt, warum ich dafür früher vom Trachtenvereinsabend gekommen bin^^
Am Sonntag war mir das Wetter zu irisch und meine Begleitung zu deutsch und nicht vorhanden um mich zu der Parade zu quälen, aber am Montag selber hatte ich ein zauberhaftes Skype-Date mit all meinen alten AuPair-Buddies <3

Und natürlich sah ich die ganzen drei Tage über absolut reizend aus ;D

Und ich habe genau 0 gute Fotos die das beweisen^^ Aber ich werdet mir glauben, dass ich einen wundervollen Grüntonregenbogen auf den Augenliedern hatte ;)


Ich hab sogar eine Last-Minute-Geschenkband-Haarschleife auftreiben können und zusammen mit meinem Paddys-Shirt vom Vorjahr und der supi Kleeblatt-Strumpfhose war ich das grünste was dieser Club zu bieten hatte^^ Abgesehen davon auch das nüchternste >.> was aber nicht sehr schwer war^^



Zur Feier des Wochenendes, durfte sich meine liebste Mama mal ausnahmsweise mti Tupieren und Haarspray auf meinem Kopf austoben und hat mir eine wunderschöne 70er/Schleifchen/Zöpfchen-Hochsteckfrisur gezaubert die auch 3 Tage später noch gut aussah :o
Friseure sind Magier!





Ich hoffe ihr hattet auch ein wunderschönes Wochenende mit ganz viel grün und Spaß und Liebe <3



liebeliebe

Kathi Karma

Mittwoch, 4. Dezember 2013

4.12 Barbaratag

Lieber Leser,

wie wir ja alle wissen ist heute Barbaratag. (Und die es noch nicht wussten, wissen es jetzt ;) )



Also bin ich heute gleich mit meiner lieben Frau Mama durch den Garten getapst um ein paar Obstbaumzweige ins Haus zu holen. Bei uns ist es natürlich ganz traditionell vom Kirschbaum, aber auch von einem Korkenzieher-Nussbaum, einfach weil die Zweige so hübsch sind :)
Ich durfte die Vase sogar in mein Zimmer stellen, weil ich ganz feierlich versprochen habe, die Zweige jeden Tag mit Wasser zu besprühen, damit sie nicht vertrocknen.


Neben meinem DIY Teebeuteladventskalender hab ich übrigens doch noch einen zweiten bekommen. Meine Mama hat mir einen super süßen Elfen-Aktivitäten-Adventskalender vom Tollwood mitgebracht ;D
Da gibts für jeden Tag einen kleinen Elfen-Auftrag zu erfüllen ;) Für heute gilt es die abenteuerliche Geschichte des Barbaratages zu erforschen!






Es trug sich nämlich zu, das dem reichen Kaufmann Dioskuros eine schöne Tochter geboren wurde. Er gab ihr den Namen Barbara. Der Vater erfüllte Barbara jeden Wunsch, damit sie auch ja keine Christin wird oder gar den falschen Mann heiraten will. Er ließ einen Turm bauen, den die junge Byzantinerin einrichten konnte wie es ihr gefiel. Auch für eine gute Bildung sorge der Vater. Dummerweise erwies diese sich für seinen Geschmack als zu gut, denn das Mädchen erfuhr so vom Christentum und ließ sich taufen. Für ihren Turm wünschte sie sich daraufhin einen Gebets-/Christentreffpunktsraum aka Badezimmer mit drei Fenstern, als Symbol für den dreifaltigen Gott.
Bald fand sich auch ein würdiger, heidnischer Bräutigam für Barbara. Die hatte leider keinerlei Absicht den jungen Mann zu ehelichen und erklärte dem Vater, sie sei Christin und ein Heide komme ihr nicht ins Haus. Papa war davon weniger erfreut und stellte seine Tochter vor die Wahl zu heiraten, oder bestraft zu werde. Barbara entschied sich fürs Weglaufen, was wiederum ihren Vater veranlasste, ihr, jähzornig wie er war, mit gezücktem Schwert hinterher zu rennen.
Auf ihrer Flucht kam Barbara an einem freudlichen Felsen vorbei, der sich öffnete und das Mädchen verbarg. Ein Hirtenjunge der das beobachtete verpfiff sie aber sogleich an ihren Vater, die alte Petzte, und das arme Mädchen wurde wieder nach Hause gezerrt. Als Dioskuros mit seinem Folter-Latein am Ende war, brachte er seine Tochter vor den Landpfleger Martian, der sie so lange verprügelte bis ihre Haut nur noch rohes Fleisch war und sowieso niemand mehr daran glaubte, sie würde die Nacht überlegen. Die Herren hatten ihre Rechnung aber ohne den lieben Herrn Gott gemacht, der Engel schickte um Barbara zu heilen und ihr Mut zuzusprechen. Eigentlich sollte das die beiden Männer bekehren, aber Martian schrieb das Wunder seinen Göttern zu. Natürlich wiedersprach Barbara, was allerdings nur dazu führte, dass sie noch mehr geschlagen und misshandelt wurde. Da sie, wie alle guten Märthyrer gelobte für ihren Glauben zu sterben, wurde sie zum Tode verurteilt. Aber das wäre sie wahrscheinlich sowieso.
Man entschied sich für die verhältnismäßig humane Vollstreckung durch Enthauptung und Dioskuros, ganz der liebende Vater, erbat das Urteil doch selbst vollstrecken zu dürfen.
Als man die nackte Barbara einen Hügel hinauf gegeiselt hatte, danke das fromme Mädchen für die Gnade und putzige Engel erschienen am Himmelszelt und verprachen ihr ewige Belohnung.
Der Vater wurde auf dem Nachhauseweg vom Blitz erschlagen.

So und wo kommen da nun die Zweige vor?

Die Legende besagt, dass Barbara auf dem Weg ins Gefängnis an einem Zweig hängen blieb und diesen in ihrer Zelle aufstellte. An dem Tag an dem sie hingerichtet wurde, blühte er.
*magic*

Barbaria ist auch eine der drei Bauernpatroninen, die auch zu den 14. Nothelfern gehören.

"Barbara mit dem Turm, Margarete mit dem Wurm, Katharina mit dem Radl, des san die drei heiligen Madl."

Fühlt eich gebildet wertes Bloggervolk.


Die Zweige lassen sich übrigens auch als Orakel verwenden!
Einfach jedem Zweig etwas bestimmtes zuordnen und je nach dem, welcher Zweig als erstes blüht, oder gar vertrocknet, wissen wir woran wir sind ;)
Man kann die Zweige zum Beispiel hübschen Jungs zuordnen um herauszufinden,  wen man heiraten soll xD




liebeliebe

Kathi

Montag, 25. November 2013

25. November - Tag der heiligen Katharina / "Thorner Kathrinchen" Rezept

Sehr geehrter Leser,

wer in seinem Leben schon derat viel Betrübliches und Bedauernswertes erleben musste, wie ich es zu meinem Unglück musste, der wird voller Hoffnung auf die Heiligen unserer katholischen Kirche blicken und wissen: trotz all den Qualen und Martyrien durch die wir uns zeitlebens schleppen, werden wir am Ende vielleicht doch den Leuten im Gedächtnis bleiben und all unsere Taten werden nicht umsonst gewesen sein.

Das war nun so trocken und bitter, dass ich es Ihnen nicht übel nehme diesen Tab sogleich wieder zu schließen und zu einem fröhlicheren Blog zu gehen. Etwa einem der sich ganz mit einem fröhlichen, blonden Mädchen beschäftigt, die den ganzen Tag nur über das nachdenkt, was gerade "in" ist. Ein Wort das Leute mit zu viel Geld für Dinge verwenden, die gerade modern sind. Das heißt sie sind meist sinnlos und oft ist es schwer nachzuvollziehen warum sie irgendjemand besitzen wollen würde.

Michelangelo Caravaggio 060


Wenn Sie sich allerdings dazu entscheiden weiterhin diesen Blogeintrag zu lesen, dann kann ich Ihnen nur raten eine große Pakung Taschentücher bereit zu halten, denn dieser Eintrag wird so traurig und betrüblich wie auch der Rest dieses geheimen Blogs.

Und ich würde Ihnen wirklich davon abraten wiederzukommen oder gar zu subscriben.





Die heilige Katharina von Alexandrien war ein armes Mädchen, dass das Pech hatte in einer Welt voller grausamer und brutaler Menschen zu leben die eines Tages beschlossen die arme kleine Kathi hinzurichten. Wahrscheinlich hat es ihnen nicht gefallen dass junge Mädchen bessere Argumente hatten als sie selbst. Oder das Mädchen überhaupt eine Meinung haben - diese Geschichte trug sich zu, als sogar die Großeltern deiner Großeltern noch nicht einmal aus dem Krabbelalter herauswaren. Oder noch ein bischen davor.

Obwohl das kleine Mädchen wohl recht klug war, wurde sie leider nicht davor bewahrt gerädert zu werden. Ein Vorgang der so furchtbar und schrecklich ist, dass ich mich nicht überwinden konnte die genauen Vorgehnisse zu recherchieren und ich auch Ihnen, sehr geehrter Leser, sehr davon abraten würde.
Aber da Katharina sehr gläubig war und sich Wunder immer ganz wunderbar in alten Legenden machen, zerbrach das Rad und die bösen Herren müssten sich die Mühe machen und Katharina eigenhändig köpfen.

Einige Leute behaupten sie hätten gesehen wie Engel das tote Mädchen auf den Berg Sinai getragen hätten, andere sind felsenfest davon überzeugt ein Einhorn wäre gekommen und hätte sie ins Schlaraffenlalnd getragen. Welcher Quelle man glauben kann ist nach so einer langen Zeit schwer einzuschätzen und eigentlich macht es auch keinen großen Unterschied. Sie ist nun an einem besseren Ort.


Da Katharina die Leute ihrer Zeit (also diejenigen die sie nicht mit Fackeln und Heugabeln durch Alexandrien gejagt haben) sehr beeindruckt hat, haben sie beschlossen sie heilig zu sprechen und das ist der Grund, warum sehr viele Mädchen noch heutzutage Katharina getauft werden und warum heute, am 25. November eben diese Mädchen wie kleine Prinzessinnen zu behandeln sind.
Und das ist natürlich auch der Grund, warum man heute mit dem Plätzchenbacken anfangen sollte.
Denn "Sankt Kathrein, läßt den Winter ein" und Winter lässt sich nur mit genügend Plätzchen und Tee überstehen; ganz egal ob Sie sich gerade in einer Höhle, einem Zirkus oder einem verlassenen Fahrstuhlschacht versteckt halten. Oder wie ich, einfach in einem Zimmer mit sehr schlechter Heizung.

Traditionell werden heute als erstes "Thorner Kathrinchen" gebacken.
Das sind Lebkuchen die aus irgendeinem Grund den beinahmen Thorner oder Toruner haben. Vielleicht weil sie aus dem ehemals westpreußischen Torun stammen, aber mein polischer Korrespondent kann leider kein Deutsch und konnte mir somit nicht weiterhelfen.

PL gingerbread from Torun


Es folgt nun ein Rezept für ebendiese "Thorner Kathreinchen"

Man nehme:

500 g Honig
375 g Zucker
375 g Mandeln
750 g Weizenmehl
30 g Pottasche etwas Backpulver

1 Tel. gem. Zimt
1 Tel. gem. Nelken
1 Tel. gem. Kardamon
1/2 Tel.ger. Muskatnuß
1/2 Tel. geriebene Muskatblüte
1 Prise Salz
1 Glas Rum
Fett und Mehl für die Form.



Man tue:

• Honig mit Zucker erhitzen und schmelzen lassen
• unter gelegentlichem Umrühren fast erkalten lassen
• Gewürze, gem. Mandeln, Mehl, die im Rum aufgelöste Pottasche  Backpulver hinzugeben
• alles gut verrühren und verkneten
• den Teig zugedeckt mindestens einen Tag stehen lassen (oder auch 8 Tage, je nachdem wie schnell ihr an einen funktionierenden Ofen herankommt der nicht durch eine Feuersbrunst zerstört wurde)
• den Teig dann einen halben Zentimenter dick ausrollen und ausstechen
• auf ein gefettetes Blech legen und etwa 15 Minuten bei 180 bis 200 Grad Celsius backen
• noch warm mit Zuckerguß bestreichen. 


 Natürlich wäre es viel passender mit Asche zu backen, aber man muss sich das Leben ja nicht noch betrüblicher gestalten indem man das süße Gefühl in frisches Backwerk zu beißen mit der unangenehmen Erfahrung einen Aschenbecher auszulecken ersetzt.


Ich hoffe inständig Ihre Vorweihnachtszeit ist glücklich und unbeschwert ohne dass Sie gezwungen sind vor hinterhältigen Schurken zu fliehen und Brände zu legen. Aussen es handelt sich um Ihren Kamin.


Hochachtungsvoll

Kathi Karma
geb. Katharina LeStrange

PS: Natürlich bin ich eigentlich eine sehr glückliche kleine Hexen-Elfen-Prinzessinen-Sprachwissenschaftlerin und das Leben ist sehr gut zu mir <3


Rezept: http://www.seniorbook.de/themen/kategorie/legenden-und-vorbilder/artikel/2676/25.november---tag-der-heiligen-katharina